Studie: Das Beratungsunternehmen der Zukunft

„The Consulting Firm of the Future“ ist gleichzeitig Studie, Umfrage und Thesensammlung, die von dem PSA-Spezialisten Kimble in Zusammenarbeit mit namhaften Beratungsunternehmen erstellt wurde. Hier einige ausgewählte Thesen über die Zukunft des Beraterwesens aus der Perspektive führender Köpfe von Capgemini, Bearing Point, Baringa und mehr:

1. Spezialisierung und Netzwerk-Kompetenz

„Große Beratungsunternehmen sind sich alle ziemlich ähnlich – sobald sie mehr als 5.000 Mitarbeiter haben, wird es schwierig für uns, diejenigen Berater zu finden und zu bekommen, die wir brauchen. Letztendlich arbeiten wir daher mit vielen einzelnen Unternehmen.“ (IT-Direktor, Produktionsbereich). „Kunden erwarten, dass man ihr Geschäft auf Anhieb versteht“ ergänzt Per Jacobsson von Bearing Point. Das Beratungsunternehmen muss auf Kunden vorbereitet sein, die schnellstmöglich die passende Beratung erwarten. Dazu gehört neben interner Spezialisierung auch ein Netzwerk aus externen Partnern. Auf der anderen Seite schätzen Kunden, wenn innerhalb des Beratungsprojektes möglichst wenig Personalwechsel auf Seiten des Beratungsunternehmens vorgenommen wird. Alles zusammen schafft ein Klima des gegenseitigen Vertrauens.

2. Lokal im Verbund

Während seit Jahren prognostiziert wird, dass Beratungsunternehmen sich überwiegend im Umfeld von Industrien und Branchen organisieren werden, scheint sich in der Realität eine geographische Ausrichtung konstant zu halten. Wie groß ist der globale Anteil meines Geschäfts als Berater wirklich? Bill Cook von Capgemini Consulting hat eine einfache Antwort darauf: „Nicht groß.“ Für ihn geht es vielmehr darum, feste und virtuelle Organisationsstrukturen in gegenseitiger Ergänzung aufzubauen. Kunden werden immer internationaler und wollen gleichzeitig von lokalen Teams betreut werden, die Teil eines großen Unternehmensnetzwerkes sind.

3. Erfahrung und Flexibilität

64% der in der Studie befragten Beratungskunden stimmen überein, dass große Beratungsunternehmen bereit sein sollten, reine Beraterzeit ohne Partnerunterstützung anzubieten. Kunden erwarten, dass die Strukturen von Beratungen auf den Prüfstand gestellt werden – und mit Ihnen auch die bekannte Pyramidenform. „Sie verändert sich allmählich, da Kunden hochrangige Leute erwarten, d.h. unten wird ausgedünnt“ erklärt Per Jacobsson von Bearing Point. Besonders gefährlich wird es, wenn z.B. zu hohen Tagessätzen Junior Consultants eingesetzt werden. Neue Formen der Unternehmensstruktur von Beratungsunternehmen entwickeln sich, wenn Berater mit 7-10 Jahren Erfahrung den Großteil einer Beratung ausmachen können.

4. Neue Angebotsstrukturen durch Partnerschaften

„Wir haben schon Partner eingesetzt, aber wir müssen es in Zukunft öfter tun.“ Laut Bill Cook von Capgemini Consulting ermöglichen Partnerschaften einen flexibleren Zugang zu Fachkompetenzen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht können so Nachfragespitzen und -dellen personell besser bedient werden. Hinzu kommt, dass Kunden die Möglichkeit erwarten, das auszuwählen was sie benötigen und so zwischen ganzen Paketen und einzelnen Ressourcen zu entscheiden. „Es gibt defintiv mehr als ein Modell“, sagt Bill Cook. Body-Shopping ist eines der zunehmenden Angebote.

5. Standardisierung von Preisen

Von Beratungsunternehmen weniger angesprochen wird die länderübergreifende Standardisierung von Preisen, die beim Kunden jedoch oft ins Gespräch geführt wird. Es sei schwer zu begründen, dass Kunden, die internationale Beraterteams für die Arbeit in grenzübergreifenden Projekten einkauften, unterschiedliche Gehälter und Preise zu akzeptieren hätten. Einige Unternehmen sind diesen Weg daher schon gegangen: „Wie standardisieren die Preisgestaltung über Ländergrenzen hinweg“ sagt Dena McCalllum von Eden McCallum.

Die ganze Studie „The Consulting Firm of the Future“ können Sie hier kostenlos downloaden (derzeit nur im englischsprachigen Original verfügbar).

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